Galenit
Galenit

Galenit (Bleiglanz)

Mineralogie: Graues Bleisulfid (kubisch, primär, sekundär, tertiär)
Mohshärte: 3,5,  Dichte: 7,6 
Vorkommnisse:  Brasilien, Deutschland, Oberharz,

Farbe: bleigrau
  • Ernst, Ruhe, Ertragen der Leere, Stilles Gemüt, Überwinden von Melancholie;
  • Abwenden der Gedanken von der Vergangenheit, Nüchternheit;
  • Entgiftung, löst Einlagerungen in den Gelenken, hilfreich bei Steifheit und Unbeweglichkeit.
 

Galenit kann als eines der ersten Minerale gelten, das von Menschen bergmännisch abgebaut wurde: Schon die Babylonier verhütteten es, auch bei den Römern war es begehrt. Ihre Bezeichnung „Galena“ lebt heute noch in der wissenschaftlichen Benennung „Galenit“ weiter.

Galenit bildet sich in metamorpfem Gestein genauso wie in hydrothermalen und vulkanischen Sulfidlagerstätten, dort meist mit Kupfererzen vergesellschaftet. Daneben kommt es auch in Erzablagerungen im Riffkalkstein und Dolomitengestein vor.

 

Geschichte

Es ist nicht möglich, ein Kapitel über das Mineral Galenit (hier in der Folge mit seinem immer noch volkstümlichen Namen Bleiglanz bzw. Galena genannt) zu schreiben, ohne auf die Geschichte des Bleis und des Silbers einzugehen, zwei der wichtigsten Roh- und Werkstoffe der Menschheit.

Wie lange die Menschen schon Bleiglanz als wichtigstes Erz zur Herstellung von Blei verarbeiten, ist nicht bekannt. Da Blei u.a. als Beimengung zu verschiedenen Schmelzen benutzt wurde (z.B. zu Bronzen und beim Salz-Zementationsprozess zur Goldgewinnung), kann man davon ausgehen, dass die Eigenschaften dieses Minerals schon vor 3.000 v.Chr. bekannt waren. Andere Quellen sprechen von einer Geschichte des Bleis, die ca. 7.000 bis 9.000 Jahre v.Chr. zurückgeht.

Sicher ist, dass Bleiglanz bereits bei den Babyloniern verhüttet wurde, um Blei zu erzeugen. Im alten Ägypten (ca. 3.000 bis 500 Jahre v.Chr.) war Bleiglanz, neben Antimon, als Mineral ein begehrtes Ausgangsprodukt für Schminke. Davon zeugen unzählige Schminktafeln, welche als Grabbeigaben gefunden wurden. Wichtiger jedoch war Bleiglanz als Zuschlagstoff bei der Scheidung von Gold durch das Salz-Zementationsverfahren.

Tatsache ist auch, dass Bleiglanz eines der ersten Erze war, welches von Menschen bergmännisch abgebaut und verhüttet wurde. In der frühen Bronzezeit wurde Blei zusammen mit Antimon und Arsen verwendet, um Bronzen zu erzeugen. Letztlich setzte sich aber Zinn weitgehend durch. Eines der ersten Bleiglanz-Bergbaureviere lag in der Östlichen Wüste nahe dem Roten Meer in Ägypten (s.u. > Bergbau).

Die Geschichte des Bleiglanzes ist fast immer identisch mit der Geschichte des Silbers. Seit der Karolinger Zeit, bestimmt jedoch seit dem 9. Jh., wuchs der Bedarf an Münzsilber kontinuierlich. Als im späten 10. Jh. der Zustrom arabischer Silbermünzen nach Europa versiegte, sich jedoch gleichzeitig die Wirtschaft weiterentwickelte, wurde Bergbau auf Silber, d.h. auf silberhaltigen Bleiglanz unumgänglich. Silberbergwerke werden im Harz im Jahr 968 (Rammelsberg), in den Vogesen 984, im Schwarzwald 1028 und im sächsischen Erzgebirge im Jahr 1168 urkundlich erwähnt. Diese Entwicklung hielt bis zum 13. Jh. ungebrochen an. Seit Ende des 14. Jh. gab es eine große Krise des Bergbaus in Europa, welche darauf beruhte, dass man die drohenden Wasserprobleme im Untertage-Bergbau nicht lösen konnte, ebenso viele Lagerstätten schon erschöpft waren und dass es verheerende Pest-Epidemien gab.

Die weitere Entwicklung nach dem frühen Mittelalter wird im Abschnitt Bergbau aufgeführt.

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